Botin in der Früh´

Botin in der Früh´

Freitag, 26. September 2014

Ein Sonntagspaziergang

Ach, so ein feiner Spaziergang
in beschaulicher Landschaft
ist doch was Feines!
 
 
Wenn da nicht beim Näherkommen,
trotz wunderbarem Sonnenschein,
sichtbar wird, daß etwas nicht stimmt!
 
 
Ein Zehnthof von 1791.
Nicht mehr bewohnt.
 
 
Eine Hortensie zeugt vom ehemaligen Leben dort.
Alles andere ist ein trauriger Anblick.
 
 
Gegenüber liegt der ehemalige Reiterhof Schagen.
Dieses Gebäude wurde erst 1815 gebaut.
Immerhin, fast 200 Jahre steht es auch schon dort!
 
 
Wir schauen uns auf dem Hof um.
Der Anblick macht traurig.
 
 
Hier hat einstmals wohl der Hofhund
die Besucher freudig begrüßt.
 
 
Ein Blick über das Gelände in die Ferne
verrät uns, was hier passiert!
Inden-Pier wird abgebaggert.
2005 wurden die Menschen umgesiedelt.
Seit Januar 2009 wird abgerissen!
Der Braunkohleabbau zerstört unsere Ortschaften!
 
 
Uns zieht es magisch zu dem gelben Haus in der Ferne.
Haus Verken. Ein Herrensitz.
Gebaut um die vorletzte Jahrhundertwende.
 
 
Hinter Haus Verken verlief bis zum Januar 2013
der Schlichbach.
Er wurde wegen des Tagebaus verlegt.
Rund eine Million €uro investierte die RWE
in dieses Projekt (klick)
 
 
Durch die Trockenlegung des Flussbettes der Inde für den Tagebau,
so berichtet der Fischerei-Aufseher aus Düren,
starben über 10.000 zum Teil sehr große Fische (klick).
 
 
Noch ein Stück weiter die Straße entlang,
sind schon fast alle Häuser abgerissen.
 
 
Hier macht sich Bedrückung breit.
Hier sieht man das Ende schon so sehr.
 
 
Der Staub des Abbruchs kann nicht übersehen werden.
 
 
Nur ein kurzes Stück weiter steht der Bagger,
liegen Trümmer.
 
 
Fast in Gänze steht noch das Restaurant Rosarius.
Hier sollen in den 60er Jahren
schon die Bläck Föös aufgetreten sein.
 
 
Das Erbauungsjahr schließt jedenfalls auf eine lange Geschichte.
Hier wird sich so manches Pärchen kennen und lieben gelernt haben.
Feierlichkeiten wurden ausgerichtet...!
 
 
Es ist wirklich traurig,
das zu sehen.
 
 
Und in all´ dieser Zerstörung
fand ich doch auch einen so wunderschönen Platz
hinter dem Restaurant!!
Ich musste von dieser Freude etwas mitnehmen!
 
 
Fetthenne und ich glaube,
das Weiße ist gefülltes Schleierkraut.
Ich hoffe sehr, es wächst gut an.
 
Wenn es diesen Ort einmal gar nicht mehr gibt,
wächst hier vielleicht immer noch etwas von dort!
 
Gebt auf Euch Acht
und habt ein schönes Wochenende!
 
Liebe Grüße,
 

Kommentare:

  1. Moin Elke, so ein verlassener Ort hat schon etwas Trostloses. Schade um die teilweise doch sehr hübschen Häuser! Man möchte sie irgendwie bewahren, und du versuchst das ja auch mit den Pflanzen. Ich drücke dir die Daumen für' s Anwachsen!
    Grüßle
    Ursel

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  2. Liebe Elke,

    das wird schon gut gehen.
    Wir bleiben zuversichtlich.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  3. Hi liebe Elke,
    ja das ist sehr traurig, nicht nur wegen der Häuser, aber wegen der Menschen die ihr geliebtes Zuhause verlassen mussten um dem Bagger zu weichen. Es ist schön das du auch solche Themen aufgreifst und wir alle müssen noch bewusster denken.
    Liebe grüße andrea.

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  4. Ein wunderschönes Anwesen,schade das es so dahinfällt.Alte Häuser haben doch eine Geschichte ,sowas magisches.
    LG
    Nicole

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  5. Wirklich traurig, was könnte man für wunderschöne Häuser drauss machen, ich würde den Zehnthof nehmen. Ein Freund von uns ist auch betroffen, sein Elternhaus ist dem Erdboden gleich....
    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir
    herzliche Grüsse
    die Frau Oldenkott

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  6. Das ist ein traurger Post, der auch mir ans Herz geht! So schöne alte Häuser und wie hart für die ehemaligen Bewohner. Ja der Fortschritt fragt nicht nach Gefühlen, aber auch ohne solche Maßnahmen geht es mit unseren Dörfern bergab.
    Liebe Grüße
    Gardiana

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  7. Liebe Elke,
    da kann man ja wirklich depressiv werden. So viele leerstehende Häuser. Das ist eine Schande.
    Und sogar ein Klavier wird so schnöde entsorgt...:-(
    Vielleicht gehst du das nächste Mal lieber woanders spazieren. :-)
    Alles Liebe
    Sissi (die sich sehr über deinen letzten Kommentar gefreut hat und ja, es folgt das vierte Buch)

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  8. Das ist ja wirklich tragisch!!!!! Häuser, die zum Teil schon beide Weltkriege überlebt haben, werden der Kohle geopfert! Die Landschaft wird zerstört!
    Das ist kein schöner Anblick!!!!
    Viele Grüße von
    Margit

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  9. Ich könnte schreien, wenn ich mir Deine Bilder anschaue.. Da geht wegen ein paar € die Heimat verloren.. Kulturgut unwiederbringlich verloren.. so eine Gemeinheit und Verlogenheit.. von wegen Ökologisches Gleichgewicht.. im Garzweiler werden jedes Jahr weit über 100 Millionen Kubikmeter Wasser abgepumpt. Dies entspricht etwa dem sechsfachen Wasserbedarf einer Großstadt.. was das für die Flora und Fauna bedeutet, kann man sich vorstellen.. aber am allerschlimmsten, ist die Entwurzelung der Menschen... sie verlieren ihre Heimat.. wegen schnöden Mammon!! Unglaublich!!
    Liebe Elke, bitte entschuldige meine Schimpftirade!! Es ist nur so eine Ungerechtigkeit... hab' ein schönes Wochenende.. kleinlaute Güße, Nicole

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  10. Liebe Elke,

    das macht mich traurig. Bei uns in der Nähe gibt es einen Riesen-Steinbruch, bei dem man täglich beobachten kann, wie er immer größere Dimensionen annimmt.
    Menschen nehmen ohne zu geben....ich finde das so grausam und traurig :-((

    GGLG Bianca

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  11. Liebe Elke!

    Es ist furchtbar tragisch, und macht traurig!

    Auch ich dachte an das Klavier, an das Mobiliar, an die schönen alten Briefkästen...an die Bewohner, die, die dort eben noch im Garten saßen.

    Ich hoffe sehr, es wird anwachsen. Und dann, dann könntest Du Ableger davon verteilen...an verschiedene Blogger....an andere Personen...ein Stück des Ortes könnte in alle Winde verteilt weiter bestehen...!
    Deine Gedanken dazu, Deine Idee, einen Teil zu bewahren, finde ich wunderbar!

    Staunend über so viel Schönheit der Gebäude und der Natur, doch ebenso nachdenklich, grüße ich Dich von Herzen!

    Und danke Dir, denn davon erfährt man zu wenig, wenn man so weit entfernt wohnt!

    Herzlich
    Trix

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  12. Liebe Elke,
    wundervoll hast Du die Stimmung da eingefangen! ist es nciht traurig, daß diese geschichtsträchtigen Häuser bald nicht mehr existieren, einfach weg sind? Was die alles so erzählen könnten ...........keine Chance mehr ...das ist so traurig, immer wieder!
    Die Blumen die Du gefunden hast, wachsen sicher gut an und bringen ein ganz klein wenig erinnerung an diesen Ausflug ....
    Ich wünsch Dir ein wunderschönes und sonniges Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  13. Liebe Elke,
    das ist aber wirklich traurig, denn das sind schöne alte
    Häuser. Das gelbe sieht aus wie eine Villa!
    Unvorstellbar! Die armen Menschen die dort mal lebten...
    Lieben Gruß
    Lia

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  14. Liebe Elke
    wie schade diese alten Häuser abzureissen, das wäre doch was so schönes wenn man die wieder aufbauen würde, nee das moderne muss her.. da kannst du mal später zeigen so sah es vorher mal aus!
    Danke für das zeigen und mit erleben mit diesen Fotos!
    Schönes Wochenende wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

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  15. es ist wirklich verrückt! ganze orte dem erdboden gleich zu machen um kohle zu gewinnen, auch wenn kohle so einen schlechten ruf hat... un mancher einer bezieht sein strom von rwe ohne es zu wissen, wie solche konzerne wirklich handeln und wieviel dreck sie am stecken haben....
    diese wunderschönen häuser tun mir wirklich leid :(
    die pflanzen werden bestimmt anwachsen, sie sind nicht sehr wählerisch, aber so schön!

    und was die lehrer betrifft.... wir haben auch so eine perfekte ;( ....

    ganz viele liebe grüße und ein schönes wochenende von aneta

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  16. Liebe Elke,

    ja, was soll man da noch sagen. Ich verstehe das Ganze überhaupt gar nicht, denn so so viel Geld muss da investiert werden, Menschen verlieren ihre Wurzeln und wunderbare Gebäude werden da dem Erdboden gleich gemacht, warum ?? Das Bild mit dem kaputten Klavier ist wirklich trostlos anzuschauen und stimmt einen traurig. Ich finde es toll dass Du einen Ableger der fetten Henne mitgenommen hast, so bin ich mir auch sicher dass er in Deinem Garten gedeihen wird und wir uns im Frühjahr alle darüber freuen können. Dein kleiner Blumenstrauß in der herrlich alten Kanne ist ein ganz fröhlicher Farbklecks. Ein schönes Wochenende Euch Dreien wünscht Euch

    die Kerstin
    ♥♥♥

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  17. Hallo Elke,
    wie habe ich mich als Kind über den Anblick der Wolkenmaschine gefreut - so unschuldig war man. Aber heute kann ich es gar nicht verstehen. Die Anwohner müssen Ihre Häuser mit Charm und Charakter verlassen und in ein neugebautes "Dorf" ohne Geschichte ziehen. Dort ist alles nur modern und eintönig.
    Genau wie Du finde ich die Stimmung dort einfach noch gruselig.
    Bald wird dort noch nicht mal die Erde sein, aus der Du die Ableger gepflückt hast. Eine schöne Idee wenigsten das Wenige für die Zukunft zu retten. Wie stand gestern in der Tageszeitung - Generation die Raubbau an der Natur und ihren Res­sour­cen betreibt. Die Zerstörung der Zukunft unsere Kinder. Das alles nur, damit ein paar wenige immer mehr Profit erlagen.

    Ich finde es gut, dass Du dieses traurige Thema angesprochen hast. Danke dafür!!

    Nun wünsche ich Dir ein schönes Wochenende und lasse ganz liebe Grüße da!!

    Monika

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  18. Liebe Elke,
    ich finde so verlassene Orte wunderschön, auch wenn sie viel Traurigkeit durch den Verfall widerspiegeln, aber ich finde es sehr interessant, toll dass du die Bilder gemacht hast, ich finde das höchst interessant.
    Liebe Grüße von Tatjana

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  19. Liebe Elke,
    es ist wirklich traurig, wie solche schönen Bauwerke und vor allem schon recht alten Bauwerke einfach dem Erdboden gleich gemacht werden...schade...
    Ganz liebe Grüße
    Janine

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  20. Liebe Elke,
    ein so trauriger Post.
    Aber ein wenig Hoffnung, dass die
    kleine Fetthenne bei dir überlebt und gut anwächst.
    Ganz viele liebe sonnige Grüße zum Wochenende
    sendet dir die Urte :-)

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  21. Hallo Elke,
    das ist ein trauriges Thema, das Du da aufgegriffen hast.
    Immer, wenn ich zu meinem Bruder fahre, komme ich auf der Autobahn an den riesigen "Gruben" vorbei und erlebe mit Schrecken, wie sie wachsen.
    Ich hab es nie übers Herz gebracht, durch die verlassenen Dörfer zu gehen.
    Mir tun die Menschen so leid, die Heimat, Haus und einen greifbaren Teil ihrer Lebensgeschichte verlieren.
    Und wenn ich dann sehe, wie Energie verschwendet wird für bis spät in die Nacht erleuchtete Schaufenster, für die Produktion doppelter Verpackungen und Produkte, die nur ganz kurz halten und teilweise nur einem kurzen Vergnügen dienen, dann denke ich, die Verantwortung liegt bei uns allen.
    Ich bin ja nicht auf dem Öko-Dauertrip, genieße gerne, aber schaue doch auf die Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit.
    Wenn wir alle ein bisschen mehr darauf achten, unsere Kinder da bewusster werden lassen, dann ist schon einiges getan.
    Wenn viele ein wenig verändern, dann bringt das manchmal schon sehr viel.
    Das sehen wir ja jetzt an dem schwindenden Ozonloch.
    Liebe Grüße
    Alice

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  22. Hallo Elke,
    da hast du eine spannende Bildreportage geliefert - etwas traurig, wehmütig - vielleicht etwas wütend - viele Emotionen und Gedanken tauchen auf, weil so viel schönes und architektonisch wertvolles weichen musste - und das für den Kohleabbau ...
    Liebe Grüße - Monika

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  23. Liebe Elke,
    ich freue mich, dass du meinem Blog folgst und bin von deinem heutigen Post beeindruckt. Ich bin ja Fan solcher Orte (obwohl sie wehmütig sind) und frage mich dann auch immer wer dort mal gewohnt hat.
    LG in den Abend und bis bald - Stine -

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  24. Hallo Elke,
    wenn die Ableger gedeihen, ja, dann wird etwas bleiben..., alles andere wirkt sehr bedrückend und ist einfach nur traurig!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  25. Hallo liebe Elke,
    erstmal vielen Dank für deinen lieben Kommentar bei mir. Das hat mich riesig gefreut! ;)
    Ja, so ist das leider. Wo die Industrie Geld schöpfen kann, zerstört sie rücksichtslos. Man kann erahnen, wie schön alles einmal gewesen ist. Wirklich traurig und sehr schade. Ich drück dir fest die Daumen, dass die Ableger wachsen werden.
    Liebe Grüße schickt dir Nicole

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  26. Wie traurig!!
    Ich finde nämlich, das man aus diesen Häuschen ganz zauberhaftes gestalten könnte.
    *seufz*
    Könnte ich , wie ich wollen würde....
    :-) Oh Mann...Ich hätte viele Ideen :-)

    Deine Tina

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  27. Das ist wirklich mehr als traurig!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  28. Liebe Elke,

    es ist einfach nur traurig, was da passiert, mir fehlen da die Worte. Man kann sehen, daß einige Gebäude wirklich mal sehr schön gewesen sein müssen, aber auch in diesem alten Zustand haben sie ihren Reiz nicht verloren.

    LG Ilona

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  29. Hallo Elke,
    ich finde es jammerschade, dass diese wunderschönen Häuser einfach so verschwinden werden, dass die Menschen, die dort gewohnt haben, eines Teils ihrer Geschichte beraubt werden.
    Kennst Du den Film "Abschied von Matjora"? An diesen Film muss ich immer denken, wenn ich solche Bilder sehe.
    Ich hoffe, die Blumen schlagen Wurzeln. So bleibt etwas.
    Lieben Gruß
    Katala
    P.S.: Danke für Deine letzten Kommentare.

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